Camping
Solaranlage auf den Camper bauen – Das musst du wissen - PaulCamper Magazin
)
Für Strom im Camper oder Wohnmobil kann eine Solaranlage sorgen. Die Richtige dafür zu finden, ist gar nicht so einfach. Wir haben zusammengefasst, was du wissen musst, wenn du eine Solaranlage auf den Camper bauen und nutzen möchtest. Solaranlagen für Camper sind ein sehr spezielles Thema. Darum haben wir uns Carsten von Wanderhorizons an Bord geholt, um ihn zu den brennendsten Fragen zu löchern. Carsten qualifiziert sich aus folgenden Gründen für ein Interview: 1. Er hat selbst eine Solaranlage auf seinen Camper gebaut und tourt damit gerade durch die Welt. Und 2. Er hat nach monatelanger Recherche ein ganzes E-Book zu dem Thema Busausbau geschrieben. Na dann mal los!

Der Wanderhorizons-Van bringt Sina & Carsten an tolle Plätze dieser Erde. Mit sauberer Energie.
Was kann eine Solaranlage auf dem Camper: Wie viel Strom produziert sie und lohnt sich das für alle?
Carsten: „Es gibt auch hier wieder verschiedene Antworten. Unsere Solaranlage hat eine Größe von 160 Watt. Das Solarpanel auf unserem Dach ist ungefähr 1,50 m x 0, 60 m groß. Solaranlagen für Camper gibt es aber auch in Varianten mit 80 Watt, 100 Watt, 120 und 200 Watt. Mit unseren 160 Watt sind wir seit 2017 unterwegs. Unseren Stromverbrauch decken wir komplett durch die Solaranlage und der Aufladung der Batterie durch die Lichtmaschine beim Fahren. Wir speisen aus der Batterie: 2 Laptops, 2 Smartphones, die Innenbeleuchtung, den Kompressor-Kühlschrank, den Wasserhahn (Tauchpumpe Waschbecken), den Wechselrichter (über den betreiben wir Smoothie- und Stabmixer und das Ladegerät der Kamera). Das läuft bisher alles problemlos. Ob sich das für alle lohnt – das muss jeder für sich selbst entscheiden. Das kommt wieder auf den Verbrauch und die eigenen Bedürfnisse an.“ Carsten: „Solarenergie ist als Thema an sich ultra-kompliziert, der Anschluss einer Solaranlage ist aber auch für Leute mit zwei linken Händen machbar. Durch die 12 V im Camper hat man Gleichstrom und die Theorie dessen ist leicht verständlich: Der Strom fließt in der einen Seite rein und aus der anderen Seite heraus: Das Gerät in Mitte funktioniert. Fertig. Aus der Solaranlage selbst kommen zwei Kabel heraus: eins mit Plus-, eines mit Minus-Ladung. Diese Kabel schließt du an den entsprechenden Eingang im Laderegler an und wieder kommen zwei Kabel heraus, eines mit Plus-, eines mit Minus-Ladung. Diese beiden schließe ich dann an den Plus- und an den Minuspol der Batterie an. Eine Sicherung in Form eines Sicherungsschalters sollte man noch dazwischen setzten. Aber das war es. Die meisten Solaranlagen-Anbieter haben auch spezielle Anlagen für Camper, dort werden dann passende Kabel und Halterung für die Montage gleich mitgeliefert. Als eine All-in-One-Lösung quasi.“ Carsten: „Mein Tipp wäre ganz klar der: Wende dich an jemanden, der sich auskennt. Schreib auch gern die Hersteller direkt an. Bei mir war das Solara. Ich habe denen meine Situation geschildert und die Leute dort haben mir echt weitergeholfen. Klar, die wollen auch verkaufen aber geben wirklich eine gute Beratung vorab. Bevor ich bei Amazon billig kaufe, würde ich mich eher da informieren. Bevor man zweimal kaufen muss. Ich war zum Beispiel immer schlecht in Physik und stand mit dem Lehrer auf Kriegsfuß. Ich dachte anfangs auch: Das kann ja nicht so schwer sein. Und habe einfach mal geplant. Aber auch wenn es sich um eine scheinbar klar strukturierte Naturwissenschaft handelt, habe ich erfahren, dass es nicht die eine richtige Lösung gibt. Während ich an einem Tag dachte, ich hätte die ideale Lösung, wurde die Idee am nächsten Tag von anderen „Experten“ in Foren als Humbug bezeichnet. Es ist also wirklich besser, bei dem Thema zu wissen, was man tut.“ Um die allgemeine und spezielle Beratung solltet ihr euch also nicht drücken, wenn ihr eine Solaranlage auf den Camper bauen wollt. Tipp: Wer sich das E-Book zum Thema Busausbau von Carsten besorgen möchte, findet hier den Link dazu. Enthalten sind z.B. Rechnungsbeispiele, Formeln, technische Hintergründe, Tipps und Tricks zur Planung – Umsetzung – Materialwahl – TÜV-Abnahme und vielem mehr. Fröhliches Schrauben euch!
Die Informationen in diesem Blogbeitrag sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung korrekt und aktuell. Bitte beachte, dass sich Inhalte, Fakten und Links im Laufe der Zeit ändern oder veralten können.